Tempo 30: CDU fordert sachliche Abwägung und umfassende Machbarkeitsprüfung

Die Debatte um eine mögliche Ausweitung von Tempo 30 auf innerstädtischen Straßen ist im Ortsbeirat Gartenstadt erneut entbrannt. Auslöser war ein entsprechender Antrag in der Sitzung vom 24. April 2026, zu dem eine Stellungnahme der Verwaltung bislang noch aussteht.

Für die CDU-Gartenstadt ist dies Anlass, die Diskussion zu versachlichen und eine fundierte Entscheidungsgrundlage einzufordern. Unbestritten ist, dass reduzierte Geschwindigkeiten insbesondere in sensiblen Bereichen zu mehr Verkehrssicherheit beitragen können. Gleichzeitig erfüllen Hauptverkehrsstraßen eine zentrale Funktion für den Verkehrsfluss, die Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen sowie für Liefer- und Handwerksverkehre. Während Befürworter vor allem Sicherheitsgewinne und Lärmminderung betonen, warnen Kritiker vor längeren Fahrzeiten und einer möglichen Verlagerung des Verkehrs in Nebenstraßen.

Hinzu kommt die bereits heute bestehende Uneinheitlichkeit der Temporegelungen. Auf Hauptstraßen wie der Niederfeldstraße wechseln die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf kurzen Abschnitten zwischen 50 km/h und 30 km/h. Solche Brüche erschweren die Orientierung und können die Akzeptanz von Verkehrsregelungen beeinträchtigen. Zudem stellt sich die Frage, inwieweit zusätzliche Tempolimits auf stark signalisierten Hauptachsen überhaupt ihre gewünschte Wirkung entfalten, wenn der Verkehrsfluss ohnehin maßgeblich durch Ampeln und Staus geprägt ist.

„Wir brauchen eine Verkehrspolitik, die nachvollziehbar, konsistent und praxistauglich ist. Pauschale Lösungen greifen hier zu kurz“, erklärt der Vorsitzende der CDU-Gartenstadt, Lukas Muciek.

Der Fraktionssprecher im Ortsbeirat, Leonhard Eicher, verweist darüber hinaus auf den Sanierungsbedarf mehrerer Hauptverkehrsstraßen: „Wenn ohnehin Straßen erneuert werden müssen, sollten verkehrliche Anpassungen sinnvoll mitgedacht werden. Voraussetzung ist jedoch eine fundierte Prüfung, die Chancen und Risiken gleichermaßen berücksichtigt.“

Vor diesem Hintergrund spricht sich die CDU-Gartenstadt für eine umfassende Machbarkeitsprüfung aus. Ziel ist es, Verkehrssicherheit, Leistungsfähigkeit der Straßen und die Akzeptanz in der Bevölkerung ausgewogen zu bewerten und auf dieser Grundlage tragfähige Entscheidungen zu treffen.

CDU Ludwigshafen begrüßt den Koalitionsvertrag

Die CDU Stadtratsfraktion begrüßt die Verabschiedung des Koalitionsvertrages der neuen Landesregierung. Damit ergeben sich für unsere Kommunen neue Perspektiven und lange bestehende Forderungen an die Landesregierung finden endlich Gehör, so der Fraktionsvorsitzende Dr. Peter Uebel.

Für Ludwigshafen heißt das, eine klare Stärkung der Sicherheits- und Ordnungsmaßnahmen: Mehr Polizeibeamte, Stärkung des kommunalen Vollzugsdienstes KVD, sowie die gesetzliche Grundlage einer von uns lange geforderten Videoüberwachung an kritischen Orten. Gerade im Bereich der Innenstadt ist dies ein wichtiges Signal.

Im Bereich Bildung ist klar verankert, dass bis zum Beginn des Grundschulbesuchs und für weiterführende Schulen in sogenannten „Kompassklassen“ das Erlernen der deutschen Sprache vertieft wird. Ebenso ist es an der Zeit, dass Grundschullehrkräfte eine höhere Besoldung erhalten. Für Brennpunktschulen, wie im Hemshof, sind diese Maßnahmen eine gute Nachricht.

Unser städtischer Haushalt ist beherrscht von explodierenden Ausgaben im Bereich Jugend und Soziales. Deshalb wird die kommunale Finanzierung neu geregelt, als Sofortmaßnahme wird im nächsten Jahr ein dreistelliger Millionenbetrag den Städten zur Verfügung gestellt. Letztendlich wird es für unsere Vereine eine Entlastung im Bereich der GEMA Gebühren geben, da das Land einen entsprechenden Pauschalvertrag abschließt.

All das sind Maßnahmen, die in Ludwigshafen direkt ankommen. Insofern sehen wir uns mit dem designierten Ministerpräsidenten Gordon Schnieder und unseren beiden CDU Abgeordneten Marion Schneid und Raymond Höptner auf einem guten Weg.

Beeindruckend war die geräuschlose und faktenorientierte Arbeit in den letzten Wochen, mit denen die Verhandlungen zwischen den beiden Regierungsparteien abgelaufen sind und ein zukunftsweisender rund 100seitiger Koalitionsvertrag entstanden ist. Dafür gilt allen Beteiligten ein großer Dank. Insbesondere auch Marion Schneid, die viel zum Gelingen dieses Zukunftsprojektes beigetragen hat, so Uebel abschließend.

CDU: Wiedereinführung der Sportlerehrungen

„Die CDU-Fraktion Ludwigshafen beantragt zur Sportausschusssitzung am 29.04.2026 die Wiedereinführung der Sportlerehrungen in der Stadt“, so der sportpolitische Sprecher der Union, Joannis Chorosis.

Gleichzeitig soll die bestehende Ehrenordnung überarbeitet und an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. Die Verwaltung wird beauftragt, ein umfassendes Konzept zu erstellen, das die Neufassung der Ehrenordnung beinhaltet.

Ziel ist es, die herausragenden sportlichen Leistungen sowie das Engagement der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Die Ehrung der Sportler stärkt die Motivation, fördert den Zusammenhalt und bringt die Stadt auf nationaler und internationaler Ebene voran. „Ein entsprechendes Konzept soll dann dem Sportausschuss und dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt“, so Chorosis abschließend.

CDU-Stadtratsfraktion fordert Machbarkeitsstudie für das Südweststadion

Die CDU-Stadtratsfraktion Ludwigshafen setzt sich für die Zukunft des Südweststadions ein und bringt zur Stadtratssitzung am 27. April 2026 einen Antrag zur Erstellung einer umfassenden Machbarkeitsstudie ein.

Ziel des Antrags ist es, eine fundierte Grundlage für die Sanierung und zukunftsfähige Nutzung der Sportstätte zu schaffen. Das Südweststadion gilt als meistgenutzte Sportanlage der Stadt und ist ein zentraler Bestandteil der Ludwigshafener Sportinfrastruktur, befindet sich jedoch seit Jahren in einem sanierungsbedürftigen Zustand. „Wir brauchen endlich Klarheit über den tatsächlichen Sanierungsbedarf, die Kosten und die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten. Nur so können wir verantwortungsvoll über die Zukunft des Stadions entscheiden“, erklärt Dr. Peter Uebel, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion.

Die geplante Machbarkeitsstudie soll neben dem baulichen Zustand auch Nutzungsperspektiven für Schulen, Sportvereine sowie den Breiten- und Leistungssport untersuchen. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten für regionale und überregionale Veranstaltungen sowie Konzepte für eine multifunktionale Nutzung entwickelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Finanzierung. Hier sollen insbesondere Förderprogramme von Land und Bund sowie mögliche Kooperationen und Drittmittel geprüft werden.

„Gerade angesichts der Haushaltslage ist es entscheidend, alle verfügbaren Fördermöglichkeiten konsequent zu nutzen. Ohne eine fundierte Planung verlieren wir wertvolle Zeit und Chancen“, betont Joannis Chorosis, sportpolitischer Sprecher der CDU-Stadtratsfraktion. Grundlage der Überlegungen bildet der ISE-Sportentwicklungsplan der Stadt Ludwigshafen aus dem Jahr 2022, der in die Studie einbezogen werden soll.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen zunächst im Sportausschuss beraten werden. Die endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen trifft anschließend der Stadtrat.

Das Südweststadion hat großes Potenzial, für den Sport, für Veranstaltungen und für das Image unserer Stadt. Es ist längst überfällig, dieses Potenzial systematisch zu erschließen“, betonen Dr. Peter Uebel und Joannis Chorosis abschließend.

MIT Ludwigshafen: Entlastungsprämie darf nicht zur Belastungsprämie für Mittelstand und Handwerk werden

MIT fordert Anpassungen bei 1.000-Euro-Entlastungsprämie

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben beschlossen, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten im Jahr 2026 eine steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro zahlen können. Ziel ist eine Entlastung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Der MIT-Vorsitzende Dr. Thorsten Ralle der MIT Ludwigshafen erklärt dazu: „Entlastung ist das Gebot der Stunde – für Beschäftigte und Betriebe. Deshalb darf die Entlastungsprämie nicht zu einer Belastungsprämie für Mittelstand und Handwerk werden. Viele Mittelständler stehen mit dem Rücken zur Wand. Auch wenn die Zahlung freiwillig ist, wird damit eine oftmals nicht erfüllbare Erwartungshaltung bei den Beschäftigten geschürt.“

Kritisch ist vor allem, dass die steuer- und abgabenfreie Behandlung bislang nur für zusätzliche Leistungen vorgesehen ist. Mit dem Beschluss „Entlastungsprämie praxistauglich ausgestalten – Belastungen für Mittelstand und Handwerk verhindern“ vom 19. April 2026 fordert die MIT, den Anwendungsbereich zu erweitern, damit u.a. auch Überstunden, Mehrarbeit, vergleichbare leistungsbezogene Entgeltbestandteile und Sonderzahlungen steuer- und abgabenfrei honoriert werden können. Zudem fordert die MIT, den Auszahlungszeitraum über den 31. Dezember 2026 hinaus bis zum 31. Dezember 2027 zu verlängern.

Dazu bekräftigt Ralle: „Für viele Unternehmen sind Finanzplanungen sowie Lohn- und Tarifverhandlungen für 2026 bereits abgeschlossen. Damit möglichst viele Beschäftigte von der Prämie profitieren können, benötigen die Betriebe mehr Gestaltungsspielraum – Anpassungen bei Geltungsdauer und Anwendungsbereich sind daher zwingend erforderlich.“