CDU: Trägervielfalt nicht aufs Spiel setzen

Der gemeinsame Aufruf der öffentlichen Träger der Jugendhilfe und der Kirchen der Pfalz, die „Landauer Erklärung“ macht deutlich woran es seit Inkrafttreten des Rheinland-pfälzischen Kita Gesetztes 2021 mangelt – die Basis wird nicht gehört – der finanzielle Kollaps ist vorprogrammiert. Die Erklärung macht unmissverständlich deutlich: Das eigentliche Problem der Kita-Finanzierung in Rheinland-Pfalz liegt nicht bei den Kommunen oder den freien Trägern – es liegt beim Land.

Mit dem Inkrafttreten des Kita-Gesetzes im Jahr 2021 hat das Land Rheinland-Pfalz eine grundlegende Schieflage selbst geschaffen. Anstatt die Finanzierung klar, verlässlich und auskömmlich zu regeln, wurde der zentrale Punkt – der Eigenanteil der freien Träger – bewusst offengelassen und an Kommunen und Träger vor Ort delegiert. Damit hat sich das Land faktisch aus der finanziellen Verantwortung zurückgezogen.
Das Land hat die Spielregeln geändert, ohne für eine tragfähige Finanzierung zu sorgen. Kommunen und freie Träger stehen seitdem allein im Regen. Steigende Personal-, Bau- und Sachkosten sowie zusätzliche gesetzliche Anforderungen treffen auf ein Finanzierungssystem, das diese Belastungen nicht auffängt. „Städte wie Ludwigshafen müssen die Mehrkosten kreditfinanziert stemmen, während freie Träger zunehmend an ihre wirtschaftlichen Grenzen geraten, erklärt die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Wilhelma Metzler.
Für die CDU Ludwigshafen ist klar: Die freien Träger brauchen nicht ein bisschen mehr, sondern deutlich mehr Unterstützung, um ihre Einrichtungen dauerhaft betreiben zu können. Wer qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung fordert, muss sie auch solide finanzieren. „Man darf gespannt sein, wer sich in dieser Diskussion auf welche Zuständigkeiten zurückzieht, Zeit das Gesetz endlich glatt zu ziehen und gerecht aus zu formulieren wäre ja genug gewesen. “, so Wilhelma Metzler. Das Land hat mit dem Kita-Gesetz ein umfassendes Leistungspaket bestellt, überlässt die Rechnung jedoch den Kommunen und freien Trägern. Dieses Vorgehen ist weder fair, noch zukunftsfähig.
„Uns ist eine gute qualifizierte Förderung der Kinder wichtig, dazu ist eine auskömmliche Finanzierung der Träger unbedingt erforderlich. Die freien Träger sind essentiell für ein breites verlässliches Kitaangebot, mit unterschiedlichsten pädagogischen Schwerpunkten, unter der Berücksichtigung der Wünsche und Zielsetzungen der Eltern. Es ist kein Zufall, dass Rheinland-Pfalz im Ländervergleich einen besonders niedrigen Anteil freier Träger hat“, betont die Ludwigshafener Landtagsabgeordnete Marion Schneid. „Wenn das Land seine Verantwortung weiter von sich weist, wird sich dieser Trend verschärfen – mit gravierenden Folgen für Trägervielfalt, pädagogische Qualität und Wahlfreiheit der Eltern.“, warnt Marion Schneid.

Die CDU Ludwigshafen fordert das Land Rheinland-Pfalz daher eindringlich auf, das Kita-Gesetz endlich nachzuschärfen: mit einer deutlich höheren finanziellen Beteiligung des Landes, und mit einer konsequenten Umsetzung des Konnexitätsprinzips.
„Trägervielfalt ist kein Luxus, sondern ein Grundpfeiler unserer Kita-Landschaft. Wer sie erhalten will, muss jetzt handeln“, so Marion Schneid abschließend.

CDU: Trauer um Bahnmitarbeiter

„Der brutale tödliche Angriff auf unseren Ludwigshafener Mitbürger Serkan C. macht uns alle tief betroffen“, erklärt Dr. Peter Uebel als Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion. Er zeigt zum einen, dass Situationen oft nicht kalkulierbar sind und es nie eine 100-prozentige Sicherheit geben kann. Zum andern allerdings auch einen massiven Verlust an Respekt vor dem Gegenüber, der bis zum Schlimmsten eskalieren kann. Und dies, wie in Landstuhl, wegen Nichtigkeiten. Natürlich brauchen wir maximale Sicherheit für unsere Bahnmitarbeiter, genauso wie für alle Menschen, die zum einen, Teil der Blaulichtfamilie sind, aber auch sonst als Dienstleister ihren Job machen.

Die Sicherheitskonzepte für alle Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere auch bei unserer RNV, müssen permanent überprüft und angepasst werden.

Das gleiche gilt auch für die Mitarbeiter unserer kommunalen Verwaltung, bei denen es auch immer wieder zu Bedrohungssituationen kommt, sowie der öffentlichen Gesundheitsanbieter in Krankenhäusern und Praxen, wo wir seit Jahren eine zunehmende Gewaltbereitschaft feststellen müssen.

Auch hier werden wir die Verwaltung bei der Überprüfung von Sicherheitskonzepten unterstützen.

Nachruf zum Tode unserer Ehrenvorsitzenden der Frauen Union Deutschlands, Fr. Prof. Dr. Rita Süssmuth

Die Frauen Union Ludwigshafen trauert um die Ehrenvorsitzende der Frauen Union Deutschlands Fr. Prof. Dr. Rita Süssmuth (Bundestagspräsidentin a.D.), so die Kreisvorsitzende der Frauen Union Ludwigshafen Kirsten Pehlke.

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tode unserer Ehrenvorsitzenden der Frauen Union Deutschlands erfahren. Über Jahrzehnte prägt Prof. Dr. Süssmuth die Politik in der Bundesrepublik Deutschland. Nicht nur als Bundestagspräsidentin, auch als Bundesfamilienministerin.

Bis ins hohe Alter engagierte sich Dr. Süssmuth leidenschaftlich für Gleichberechtigung, Demokratie, Zusammenhalt der Generationen und Frauenrechte. Ein besonderer Schwerpunkt ihres Wirkens lag auf der Frauenpolitik. Ihre Stimme wird uns in der Frauen Union sehr fehlen, so Kirsten Pehlke.

Herzlichen Dank für das unermüdliche Engagement für Frauen und Frauenrechte Fr. Prof. Dr. Süssmuth.

Wir werden sie in dankbarer Erinnerung behalten.

CDU Ludwigshafen: Flexible Arbeit stärkt Fachkräfte und Standort

Lebensrealität der Menschen ernst nehmen – Arbeitspolitik braucht Vertrauen

Ludwigshafen steht wie kaum eine andere Stadt für industrielle Stärke, mittelständische Unternehmen und engagierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Damit der Wirtschaftsstandort auch künftig wettbewerbsfähig bleibt, braucht es eine Arbeitsmarktpolitik, die Flexibilität ermöglicht und die Lebensrealitäten der Menschen respektiert.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Schneid erklärt: „Gerade in einer Stadt wie Ludwigshafen wissen wir, dass Arbeitszeiten nicht nach Schema F funktionieren. Wer Familie, Pflege oder persönliche Belastungen mit dem Beruf vereinbaren muss, darf nicht mit zusätzlichen Hürden konfrontiert werden.“

Viele Unternehmen in Ludwigshafen seien auf motivierte und langfristig verfügbare Fachkräfte angewiesen. Flexible Arbeitszeitmodelle seien dabei kein Hindernis, sondern häufig ein entscheidender Faktor, um Beschäftigte im Arbeitsmarkt zu halten oder zurückzugewinnen.

Der CDU-Ortsvorsteher und Landtagskandidat Raymond Höptner betont: „Unsere Betriebe brauchen Menschen, die gerne und zuverlässig arbeiten. Das gelingt nicht durch Misstrauen oder neue Einschränkungen, sondern durch Rahmenbedingungen, die Leistung ermöglichen und Lebenssituationen berücksichtigen.“

Die CDU Ludwigshafen setzt sich daher für eine Politik ein, die auf freiwillige Lösungen, soziale Verantwortung und partnerschaftliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten baut. Starre Vorgaben oder pauschale Unterstellungen würden dem vielfältigen Arbeitsmarkt in Ludwigshafen am Rhein nicht gerecht.

„Wer mehr arbeiten kann und möchte, soll dazu ermutigt werden – aber ohne Druck und ohne Generalverdacht“, so Marion Schneid abschließend. „Ein starker Wirtschaftsstandort braucht Vertrauen in die Menschen, die ihn tragen.“

MIT Ludwigshafen: Teilzeit dort, wo sie nötig ist – Fachkräftemangel macht neue Regeln erforderlich

MIT bringt Antrag zum CDU-Bundesparteitag ein

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) hat einen Antrag zum CDU-Bundesparteitag am 20. und 21. Februar in Stuttgart eingebracht. Ziel ist eine Reform der Teilzeit- und Brückenteilzeit-Regelungen, die Vereinbarkeit sichert, zugleich aber mehr Arbeitsvolumen ermöglicht und Planbarkeit für Betriebe verbessert – gerade in Zeiten eines dramatischen Fachkräftemangels. Der MIT-Vorsitzende Dr. Thorsten Ralle von der MIT Ludwigshafen erklärt dazu: „Teilzeit ist richtig und oft unverzichtbar – für Familien, Pflege und bei Fort- und Weiterbildung. Dafür gibt es unsere volle Unterstützung. Gleichzeitig ist der Fachkräftemangel dramatisch. Deshalb müssen wir klar unterscheiden: Wer Teilzeit aus nachvollziehbaren Gründen braucht, soll sie verlässlich nutzen können. Ein allgemeiner Rechtsanspruch auf Teilzeit allein aus persönlicher Lebensgestaltung darf aber nicht zur neuen Regel werden – wir brauchen insgesamt wieder mehr Arbeitsstunden.“

Konkret sieht der Antrag vor, dass der Rechtsanspruch auf (Brücken-)Teilzeit künftig an eine besondere Begründung geknüpft wird – etwa Kindererziehung, die Pflege von Angehörigen oder berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung. Teilzeit bleibt damit möglich und wird dort abgesichert, wo sie für die Lebensrealität vieler Beschäftigter notwendig ist. Darüber hinaus kann Teilzeit weiterhin einvernehmlich zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten vereinbart werden.

Gleichzeitig will die MIT mit dem Vorschlag Fehlanreize reduzieren, die in einer angespannten Arbeitsmarktlage zusätzliche Arbeitsstunden erschweren – und die Belastung für Beitragszahler erhöhen. Dazu gehört auch die Frage ergänzender und aufstockender Sozialleistungen: Diese sollen weiterhin verlässlich helfen, wenn Menschen ihre Arbeitszeit objektiv nicht ausweiten können oder wenn besondere Umstände vorliegen. Sie dürfen aber nicht zur dauerhaften Standardlösung werden, wenn Arbeitszeit ohne zwingende Gründe reduziert wird.

Ralle erklärt dazu: „Leistung und Solidarität gehören zusammen. Wer mehr arbeiten kann, sollte auch mehr arbeiten. Ergänzende Sozialleistungen sind für echte Ausnahmesituationen da – nicht als dauerhafte Normalität. Das ist auch eine Frage der Fairness gegenüber denen, die Vollzeit arbeiten, Beiträge zahlen und dieses Land Tag für Tag am Laufen halten.“